Vergehen

Was hat das Starten für einen Sinn, wenn das Ende nicht existiert? Wieso sprechen wir von Beständigkeit, wenn doch jene kurze Zeitspanne im Verhältnis als Sandkorn in der Wüste der Ewigkeit erscheint, wenn doch alles vergeht? Der Genuss des Moments, so hoch das Gefühl, so groß die Endorphinausschüttung auch sein mag; bringt sie wirklich Ruhe und Zufriedenheit in ein Wesen, dessen Kern auf die Ewigkeit ausgelegt ist? Kann die Quantität an Genuss, die Qualität der Makellosigkeit kompensieren? Fragen, die jedes Mal durch die Droge des Moments verdrängt werden. Fragen, die man nicht zu stellen wagen mag, da die Antworten unbequeme Konsequenzen mit sich ziehen. Fragen, die bei einer echten Auseinandersetzung, die Wesentlichkeit der Dinge in den Fokus rücken. Doch bis dahin treibt man weiter im Sumpf des Moments und versinkt in der Droge der Verdrängung.

Ömer İbrahim Şamdanlı

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