Die Weite

Es ist weiß. Es ist unendlich weit. Der Horizont offenbart sich dir. Einmal da und nie wieder zurück. Ein Gefühl von Reinheit; ein Filter für dein Bewusstsein. Eine Schärfung deiner Sinne. Stille, die dich berührt. Sie klingt wie die Melodie der Vollkommenheit. Harmonie. Überall wohin du auch schaust, erkennst du Frieden. Frieden, der durch eine Gewalt zustande kommt, die deine Wahrnehmung übersteigt. Und du fängst an zu verstehen, dass hinter all den banalen, für uns zur Selbstverständlichkeit verkümmerten Dingen, so viel mehr ist, die es wert sind deren Ursprünge zu ergründen. Mindestens es zu versuchen. Jeder hat seine Vorlieben. Jedoch ist das, was mich umhertreibt das weiße Weite. Die Kälte. Die Reinheit. Die Perfektion, die Demut hervorruft. Ja und vielleicht auch die Stille und Einsamkeit. Denn auch, wenn der Schnee nicht redet. Sogleich der klirrende Wind auch nicht antwortet. Vermitteln diese dennoch eine Botschaft. Eine Botschaft, die gerecht und wahr ist. Eine Botschaft, die rein ist. Vielleicht sind es jene Gründe, warum mich diese weiße Weite anzieht. Denn manchmal musst du das weiße Weite suchen, um dir selber wieder nah sein zu können.

Ömer İbrahim Şamdanlı

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Ein Kommentar zu „Die Weite

  1. Die Weite
    Wo ist die Weite, nach der man sucht? In dir selber oder doch woanders? Wie rein ist die Stille mit der ein Mensch konfrontiert ist ohne den tiefen Gedanken der Vergangenheit? Wie rein ist die Einsamkeit, wenn der Sehnsucht nach einem gewissen Etwas übersteigt? Positiv wird die Kälte erst, wenn sie den atrophierten Gefühlen einen Entschluss erfasst. Ist der Mensch von all seinem Kummer befreit, so kommt die Seelenruhe und die innerliche Zufriedenheit. So kommt die Stärke und die Windung der Überwindung. Doch wenn es ein Schein nach außen ist zerstört es die Seele von innen. Lass deine Gefühle wandern, befreie sie von deinen Gedanken, lache und weine gleichzeitig als nach der stillen weißen Weite zu suchen.

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