Verkehrte welt

In einer Zeit als Frauen lebendig begraben wurden. In einer Zeit als die Frau nicht mehr als ein Objekt war. Als sie als Nutzvieh gesehen wurde und ihre Existenz nur in der Funktion des Gebärens begründet war. Als sie weder freie Partizipation geschweige denn ein vollwertiges Mitglied der Gesellschaft war. Als die Frau keinen menschlichen Wert hatte, sondern als Spielzeug männlicher Triebe Verwendung fand.

In dieser Zeit entsprang eine Barmherzigkeit für die Welten. Sie kam mit göttlicher Quelle und erhob die Frau Stufe um Stufe.

Es war der Islam.

Denn dieser war es, welcher der Frau ihre Rechte gab und sie in ihrer Stellung erhob. Die Mutter, die Tochter, die Schwester, die Gelehrtin, die Geschäftsfrau. Die Frau als solches bekam nun den Respekt gezollt, welchen sie verdiente und hatte aus islamischer Sicht fast schon einen heiligen Status insbesondere hinsichtlich der Rolle der Mutter.

Heute jedoch zeigt die westliche Frau, welche selbst zumeist in ihrer Rolle als Sexobjekt gefangen ist und lediglich auf ihre Reize reduziert wird, mit dem Finger auf die muslimische Welt und prangert sie an.

Und sie hat recht. Das was in den Ländern mit überwiegend muslimischer Bevölkerung Frauen angetan wird. Wie Frauen behandelt werden. Wie sie gesehen werden. Ja, da kann auch eine Frau, die in der Gesellschaft nicht mehr oder weniger als Lustobjekt gesehen wird sagen, dass sie viel besser gestellt ist.

Doch wie kommt so eine Entwicklung zu Stande? Wie kann der Islam, welcher kam und der Frau ihre Rechte gab, nun diese so unterdrücken?

Oder muss man sich viel eher die Frage stellen, ob es der Islam überhaupt ist, der diese Taten rechtfertigt?

Sieht man sich die 2 Primärquellen im Islam an, dann wird man feststellen, dass diese genau so sind bis hinzu ihrem Wortlaut wie damals. Und da man den Islam auch nur am Islam und nicht an den Muslimen messen sollte, wird schnell klar welcher andere Faktor hier ausschlaggebend ist.

Es ist nicht de Islam der Zwangsheirat gebietet. Es ist nicht der Islam der Selbstjustiz und sogenannte Ehrenmorde legitimiert. Es ist nicht der Islam, welcher die Frau als Nutzobjekt zwecks Gebären wie ein Vieh hält oder Verstümmelungen und Vergewaltigungen zulässt. Es ist nicht der Islam, der irgendeine Form der Unterdrückung der Frau anordnet.

Im Gegenteil. Es war der Islam, welcher die Frau aus diesen Fesseln befreite und ihr den größten Wert in der Gesellschaft beimiss.

Diese Fesseln waren damals wie heute das Produkt von Traditionen und Bräuchen gepaart mit bildungsfernen Schichten, die schon vor dem Islam die Frau unterdrückten und es heute wieder tun.

Denn nicht der Islam ist der Grund für diese Gräueltaten; es ist vielmehr die Abwesenheit, die Abkehr von islamischen Werten und Normen, die diese Art der Dehumanisierung der Frau wiederkehren ließ.

Wenn man den Blick richtig in diese Länder richtet, dann wird man schnell erkennen, dass die meisten Leute, welche diese Abscheulichkeiten begehen, nur namentlich Muslime sind, jedoch in ihren Handlungen und Werten dem Islam diametral widersprechen.

Auch hier im Westen wird erkennbar, durch die demographische Entwicklung hinsichtlich muslimischer Menschen, dass viele heutzutage nur namentlich Muslime sind und ihre Handlungen alte vorislamische, archaische Stammesgesetze widerspiegeln. Denn Kapitalismus und die Konsumgesellschaft lassen einer Familie keine Zeit mehr Werte und Normen zu vermitteln, sie kritisch zu hinterfragen und zu verstehen, bevor man diese annimmt.

Nein, die Konsumgesellschaft zeigt auch hier ihr Ebenbild des schnellen Konsums hinsichtlich der Erziehung. Diese wird entweder vom TV und sozialen Medien übernommen, welche ungezügelte Promiskuität und die totale Sexualisierung der Frau gebieten oder man gegenteilig in das andere Extrem rutscht, welche hierarchisch, archaische Strukturen diktiert.

Diese Dinge sind von Land zu Land, von Region zu Region verschieden und lassen die Frau, wie es hier in Europa und im Westen ist, zwar vermeintlich frei sein, in Wahrheit jedoch verweilt sie hier im goldenen Käfig; strebend nach Schönheit, da die Gesellschaft nur ihre Optik wahrnimmt. In anderen Ländern, wird sie genauso nur als Objekt gesehen und da sie ja nur ein Konsum und Nutzobjekt ist, auch so behandelt.

Doch bestimme Lobbies, deren Intention sich auf Profit und den Erhalt des kapitalistischen Systems erstreckt, haben es geschafft den Islam als die weltweite Bedrohung Nr. 1 zu etablieren. Dies, weil der Kommunismus erfolgreich beseitigt wurde und nur noch der Islam eine reale Gefahr für dieses Wirtschaftsgefüge darstellt. Mit den Medien als ausführende Gewalt und sie als Gesetzgebende Kraft, haben sie es geschafft den Islam als Feindbild und Sündenbock allen Übels auf der Welt in die Köpfe der Menschen zu setzen.

Jedoch wird ein kritischer Geist schnell diese Art der Konditionierung durchbrechen, indem er sich nur die Quellen des Islams anschaut.

Denn nur daran kann man den Islam messen. Nicht am Muslim XY und nicht am Land YX.

Ömer İbrahim Şamdanlı

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