Demut

Der Mensch neigt dazu übermütig zu werden. Der Hochmut steigt stetig an bis die Realität einen wieder auf den Boden der Tatsachen holt. Und genau ab diesem Zeitpunkt trennt sich die Spreu vom Weizen. Es gibt lediglich zwei Alternativen. Entweder man bereut voller Demut und lernt aus dem Vergangenem oder man verbleibt in einer Dauerschleife und kommt kein Stück voran. Die Reue zeugt von Stärke, denn für sie ist Kraft und Größe von Nöten, um die eigenen Fehler und das sinnlose Handeln einzusehen. Demgegenüber steht der Mensch, der keine Reue zeigt und sich weiter, meist auch der Sinnlosigkeit seiner Taten bewusst, in eine Spirale der Selbstzerstörung manövriert. Dies, weil er seinen eigenen Trieben und Neigungen unterlegen ist, sich dem Druck der Gesellschaft beugt und ein Diener seiner Gelüste wird. Er ist gefangen in diesen Ketten und redet sich ein, dass das Handeln wonach der Körper auch immer begehrt, die absolute Freiheit sei. Dabei merkt er nicht, dass nicht er sondern seine Triebe und andere Faktoren sein Handeln und Unterlassen bestimmen. Er ist fremdgesteuert.

Der Mensch ist immer Diener. Es ist seine Natur. Entweder ist er Sklave seiner Gelüste und tut immer das, was ihm seine Triebe befehlen, ohne Rücksicht auf Werte und Normen. Oder er ist Sklave der Gesellschaft und lebt dafür ein gutes Außenbild aufrecht zu erhalten. Er ist ein Sklave seiner Liebe, seines Berufs oder seiner Leidenschaft. Der Mensch ist nie frei und hat sich immer Dingen hingegeben. Das Problem hier bei ist, dass jene Dinge nicht absolut sind. Sie sind temporär und nicht beständig. So ist auch der Lebenssinn dieser Menschen, die diesen Dingen verfallen sind nur temporär und fällt weg sobald sie verschwinden. Der Mensch fällt dann in ein Loch und macht sich auf die Suche nach einem neuen, nicht-absoluten Lebenssinn.

Allein der, der sich dem Absoluten, dem Beständigen und für alle Zeit Lebendigen hingibt; allein dieser ist frei. Denn er macht sich nicht abhängig von vergänglichen Faktoren. Er strebt eine höhere Ebene an. Einen Weg, der für ihn konzipiert worden ist. Er lernt die Demut, denn er weiß wie schwach er ist. Er lernt dir Barmherzigkeit und Vergebung, denn er hat sie selbst erfahren. Er ist frei. Frei von allem und jedem. Denn er ist Diener des Schöpfers von allem und jedem.

Ömer İbrahim Şamdanlı

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