Ruhe

Ja, ich sehe es. Es ist wie immer. Nichts hat sich daran geändert. Derselbe Ausdruck. Dieselben Blicke.

Ja, glaub mir ich sehe es. Dieselbe Haltung und derselbe Gang. Derselbe Schatten, der herausragt aus tausenden.

Ja, ich sehe es noch. Doch die Augen bleiben geschlossen. Die Erinnerungen laufen in Dauerschleife. Alles zieht vorbei im Sekundentakt.

Ja, wirklich ich sehe es immer noch.

Bis ich meine Augen öffne und das Licht der Realität meinen Verstand flutet. Ein reißender Strom, der in meinem innersten tobt.

Die Ruhe ist vor dem Sturm. Jedoch ist nach dem Sturm dann endgültig Ruhe. Und diese Ruhe bringt die Erkenntnis mit, dass das was ich sah, nicht mehr existiert.

Nein, ich kann es nicht mehr sehen.

So schwer es auch fällt ist die Einsicht dazu, der erste Schritt, auf dem Boden der neuen Ruhe die Zukunft zu pflanzen.

Ömer İbrahim Şamdanlı

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